Bericht Köln Ausflug 15.-18.08.2002
Donnerstag, 15. August 2002:
Die Gefährten
Ziemlich pünktlich um 7.00 Uhr (morgens) trafen wir uns im Eisbrunnen bei Etzel, nachdem die Fahrer alle Teilnehmer bereits eingesammelt hatten. Im fliederfarbenen Cabrio der „Gruppe Damm“ fuhren Wude und die Munzens mit, im Rasenden Falken von Springer nahmen Etzel und hinten bequem Mädde und die Kehrers Platz. Beim Thierer versorgten wir uns mit Marschverpflegung und verursachten dabei hinter uns eine Schlange, die bis aus dem Laden reichte. Bei der Shell in Süßen wurde noch schnell getankt (auch die Autos), und los ging`s. In Nullkommanichts hatten sich die beiden Autos auf der A8 aus den Augen verloren, doch dank modernster Mobilfunktechnik blieben wir in Kontakt. Im Stau von Leonberg bis Pforzheim genoss Gruppe Damm schon mal das Cabrio-Feeling. Der Falke raste dann an der vereinbarten Ausfahrt vorbei, fuhr kurze Zeit in eine andere Richtung und wieder zurück und legte diesen Umweg in annähernd der gleichen Zeit zurück. Legendäre Handygespräche fanden statt:“Was? Wo send ihr? I hör nix, mir hend grad s`Dach offa! Wo? Des isch ja ganz falsch! No müsset ihr z`rück ond dann… äh wart mol… wo send mir grad vorbeikomma?.... Also Richtung…. Ach was soll’s…“. Wir schafften es, uns an einer Raststätte wieder zu treffen und schließlich auch gemeinsam nach Köln einzufahren. Überflüssig zu erwähnen, dass die meisten klatschnass geschwitzt waren. Wude bekämpfte den Flüssigkeitsverlust allerdings auf die falsche Weise, weshalb am Nachmittag auch kurzfristig in Wende „Ende“ drinsteckte. Doch zunächst lotsten wir uns um ca. 13.00 Uhr in die Genovevastraße 94 in Köln-Mülheim, und was uns da erwartete, ließ Schlimmes befürchten. Der Anteil unserer ausländischen Mitbürger lag in dieser Gegend auf den ersten Blick bei 90%. Zum Glück täuschte der äußere Eindruck, denn die beiden Ferienwohnungen waren innen in einem super Zustand. Und die Autos durften auch in den abgeschlossenen Hof gefahren werden. Nach Aussage unseres Vermieters wohnte im 1.Stock unseres Hauses der Bassist von Stefan Raab – na ja, gesehen haben wir ihn nicht, und gestört wohl auch nicht, um was uns der Vermieter ausdrücklich gebeten hatte. Jedenfalls wurde die Genovevastraße 94 die nächsten Tage unser freundliches Zuhause, auch wenn Etzel – mit dem Bett am Fenster zur Straße – dubiose Geräusche die ganze Nacht durch vernahm.
Von der Fahrt waren wir schon relativ abjebufft und manche suchten eine Stunde Schlaf. Das war allerdings nicht möglich, wenn man bei Springer, Mädde, Sascha und dem RedRed im Zimmer lag. Davor hatte es noch einen No Ma`am-Klassiker gegeben: wir marschierten bei Bollenhitze ungefähr zwei Kilometer zum Goldenen M und anschließendem Einkauf, wobei sich später herausstellte, dass ein Burger King in anderer Richtung deutlich näher lag, nämlich direkt am Wiener Place, unserer U-Bahn-Station, von wo aus wir irgendwann am Spätnachmittag direkt mal zum Kölner Dom fuhren. Die Begeisterung für mittelalterliche Bauwerke hielt sich zunächst mal in Grenzen, und wir trotteten durch die Innenstadt auf der Suche nach handfester Nahrung. MMunz führte die Gruppe zielsicher zum Heumarkt in ein Maredo-Steakhouse, wo er dann aber leider plötzlich völlig zerfiel und – wohl erstmals in der 5jährigen No Ma`am-Geschichte – freiwillig große Teile von Steak und Salat den Wölfen zum Fraß freigab. Sascha machte auch nicht mehr gerade die beste Figur, schaffte es aber noch, sich mit einer Bekannten aus Köln zu verabreden. Die anderen gingen solange zum Rheinufer, landeten kurzzeitig auf ein Kölsch im Kölner „Florian“ und lasen Sascha mit seiner Bekannten (uuh leck) am Heumarkt wieder auf. Wir setzten uns am Alten Markt gemütlich in einen Biergarten. Als wir das Tempo wieder deutlich anzogen, zog Saschas Bekannte es vor zu gehen, zumal dieser auch nicht mehr für rhetorische Meisterleistungen zu gebrauchen war. Trotzdem war er um Mitternacht wieder fit genug (?), um sich von der nach Hause gehenden Gruppe zu verabschieden. Davor hatten bereits Mädde und Springer ihre Kneipentour fortgesetzt. Wie sich herausstellte, fanden die drei später auf dem Domplatz wieder zusammen und dank Mäddes Halsband per Taxi in die Genovevastraße zurück. Etzel hatte sich vorbildlich als Nachtwache zur Verfügung gestellt und die drei eingelassen, während MMunz aufgrund seines Maredo-Blackouts lieber durchschlafen wollte und in die andere Wohnung auswanderte. Dort wurde noch ein Gute-Nacht-Binokel gespielt und der erste Tag neigte sich dem Ende zu.
Freitag, 16.August 2002
Der Gutsherr
Erwartungsgemäß war es Thomas, der gegen 9.30 Uhr der Nacht ein Ende bereitete, indem er liebevoll den Frühstückstisch mit Nutoka („Nutella hätte es auch getan!“), Gsälz und Bixawuscht vom Bürgerstüble deckte. Nach und nach kam man aus den Betten gekrochen. Auch Etzel schaute alsbald von der anderen Wohnung vorbei, während die drei Nachtschwärmer natürlich den völligen Zerfall erlebten und auch nicht an der folgenden Sightseeing-Tour teilnahmen. Diese bestand im Wesentlichen aus dem Kölner Dom, wo wir den Turm bestiegen und riesige Glocken sahen! An diesem Tag trat langsam aber sicher der Gutsherr in Erscheinung, der nach eigenem Dafürhalten bereitwillig Eintritte und Getränke aus der Stammtisch-Kasse verteilte. In den folgenden Tagen sollte ihm eine zentrale Rolle zukommen, und die Jünger folgten ihm bzw. dem Geldbeutel.
Sein Mittagessen, zumeist Riesen-Krakauer mit Bommfritt, musste aber jeder selber bezahlen. Danach ging es am Rheinufer entlang zum Deutschen Sport- und Olympiamuseum, wo wir den Rest des Nachmittages zubrachten. Vereinfacht gesagt, ein Paradies für No Ma`ams und alle Freunde des Sports. Höhepunkt: alle „Tore des Jahres“ seit Austragung gab es auf Großleinwand zu sehen. Nur das Fußball-Quiz war nicht ganz gelungen, und im Gästebuch des Museums boten wir bereitwillig unsere Hilfe bei der Ausarbeitung einer DeLuxe-Version an. Nach abschließenden Kölsch (natürlich „aus dr Kass“) war es Zeit für den Heimweg.
to be continued ...