Die Vorgeschichte No Ma'am & der VfB Wie alles begann 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

 

1997 – Mallorca, Bierprobe, Berlin, Kegeln – Der Wahnsinn beginnt

 

Das Jahr 1997 war nun also das erste offizielle No Ma’am Jahr und es sollte (rückblickend) in die Geschichte eingehen und es war wohl für alle von uns mit die schönste Zeit, die wir als Truppe gemeinsam verbrachten.

Als erstes stand natürlich die Fasnet auf dem Programm, die von allen (bis auf einen halt, ihr wißt schon...) begeistert besucht wurde und trotz eines mäßigen Prinzen wieder einmal eine schöne Sache war. Höhepunkte war sicherlich die erste Reihe beim Eröffnungsabend (Kutuba – No Ma'am Haltung einnehmen), das gemeinsame Vesper vor dem Radschellen Ball bei Kehrers, der Besuch dieses Balls in den Fußballtrikots, womit sich zumindest ein Großteil von uns (unser Masseur, Maskottchen, Spuckerle besitzt bis heute keins) auch nach außen hin als Einheit präsentierte oder das “Essen” vor dem Umzug bei Wude, wobei dieser Brocken, der sich Schinken schimpfte relativ ungenießbar war.

Die erste größere “Veranstaltung” war die “1. Offizielle No Ma'am Bierprobe”  am 29.3.1997 bei Etzel. Nachdem Etzel und Wude fast 30 verschiedene Dosen-und Flaschenbiere eingekauft hatten konnte das von Al Bundy inspirierte Ereignis beginnen. Anmerken muß man vielleicht noch, daß sich zum damaligen Zeitpunkt sowohl Köln noch in der ersten Liga befand und der VfB schönen und erfolgreichen (Zack-zack)Fußball spielte und wir an besagtem Tag beim Spiel gegen Dortmund waren und uns (angeblich) im Fernsehen gesehen haben und der VfB laut Frank Verlaat “drei wichdige Bungde fur de Uefa Göb” geholt hatte.

Außerdem präsentierte Markus Munz uns die wirklich gelungenen No Ma'am T-Shirts und es war das erste mal, daß ein gewisser C. Wurster (ich glaube von Etzel) gemaßregelt wurde und selbiger Besserung gelobte (Ja, genau).

Der weitere Verlauf des abends war feucht-fröhlich (ach was) und war die Geburtsstunde des inzwischen ebenfalls legendären Neibe-Shuffles. Zu erwähnen bleibt auch noch, daß Öle vorbeischaute jedoch alsbald auf dem Sofa einschlief und das ein gewisser C. Wurster mitten in der Nacht auf einmal weg war (nach eigener Aussage bei Volker Schnarrenberger !?!).

Jedenfalls war es ein gelungener Abend und es war eigentlich beschlossene Sache, daß man dies auf jeden Fall wiederholen müsse (Gewinner war übrigens Stuttgarter Hofbräu Herren Pils, wobei die Ergebnisse sehr mit Vorsicht zu geniessen sind).

Die nächste kleine Episode trug sich am 20.4.1997 zu. Dieser Tag war irgendwie charakteristisch für das was man landläufig die schwarze No Ma'am Wolke nennt. Tobias Kehrer kehrte (tolles Wortspiel) an diesem Sonntag (nachdem es in der Nacht einen halben Meter Neuschnee gegeben hatte) mit seinen Sommerreifen (1. Hinweis) mehr oder weniger entnervt und ziemlich müde (2.Hinweis) von der Abi-Ausfahrt heim um dann kurz darauf von Thomas zum Heimspiel des VfB gegen Leverkusen abgeholt zu werden. Der VfB verlor (3.Hinweis) dieses wichtige (4. Hinweis) Spiel und danach fuhren alle mit der S-Bahn nach Plochingen, wo dann entschieden wurde das Kehrer (inzwischen todmüde) mit Etzel heimfährt. Dagegen hatte anscheinend ein Marder etwas einzuwenden, (5. Hinweis) was zu einer Abschleppaktion von Ketzel, beschlagenen Scheiben und einem arschkalten Auto, nachdem dieses dumme Vieh gewütet hatte, führte. Die Wolke ....

Ende Mai und Anfang Juni standen dann noch zwei Stammtischturniere in Jebenhausen (Mantel des Schweigens) und Donzdorf (wie immer Bim Bam Bino) an, die den üblichen Ausgang nahmen.

Doch in der Nacht zum 13.06.1997 begann die große Reise nach Berlin zum Pokalfinale, wo der VfB gegen Cottbus den DFB Pokal holte. Die ausführliche Reisebeschreibung dieses tollen Ereignisses ist in dem von Markus Munz verfaßten Reisebericht nachzulesen.

Am 28.07.1997 machten sich alle No Ma'ams bis auf Thomas “I stornier” Damm (entschied sich leider kurzfristig nicht mitzugehen), Neibe und unser kleiner Fabian auf den Weg nach Mallorca. Da sich unser Schriftführer trotz meiner Aufforderung nicht bereit erklärte wieder einen Reisebericht zu schreiben versuche ich nun meine (komischerweise) recht im Dunkeln liegenden Erinnerungen hervorzuholen.

Also an jenem Montag machte man sich bei schönstem Sonnenschein auf den Weg zu Munz nach Salach wo man im Garten zunächst Spaghetti und die ersten Biere vertilgte. Thomas und Herr Munz (also Gerhard Munz, nicht Markus unser Herr) fuhren uns freundlicherweise zum Flughafen nach Stuttgart, wo wir dann trotz unauffälliger Kleidung (No Ma'am T-Shirts) vom Zoll dursucht wurden. Nach der Ankunft in Mallorca bezogen wir unser “Hotel” (Arcadio-Arcadia, das werden wir wohl nie vergessen). Die Tatsache, daß Markus Munz und Kehrer zunächst gar kein Zimmer bekamen und dann in ein offensichtlich schon belegtes Zimmer geschickt wurden sei nur nebenbei erwähnt. Die folgenden Tage kann man in wenigen Worten beschreiben: “Hallo wir sinds”, “97-97-95 – Wude”, “Noch vier”, “Etzel, die ausdauerndste Zunge Deutschlands, der jedoch sein T-Shirt am Strand nicht auszieht und auch im Wasser nicht pinkeln kann”, “No Ma'am zerfällt” (in Anlehnung an Strandmatte zerfällt) oder “I dät au en Hond ....”. Jeder erinnert sich noch gerne an Joy Palace, Euskirchen, Sangria, einen “Pool” direkt vor dem kaputten Fenster, welches jedoch dankenswerterweise von einem Eingeborenen irgendwann morgends, während zwei schwäbische Touristen noch schliefen,repariert wurde, DJ Sammys Geburtstag der die ganze Woche gefeiert wurde oder an das rhythmische Klatschen von Munz, der jedes (wirklich jedes) Lied, das er irgendwo hörte mitsang. Es war eine unglaublich anstrengende aber wie sagt man heutzutage coole Woche, die uns und vor allem Etzels Zunge noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Das nächste Erlebnis sollte dann bis zum 4.10.1997 auf sich warten lassen. Die erste Begegnung von No Ma'am und dem WCA. Es war einfach ein riesengroßes Fest bei dem ordentlich ge”bechert” wurde. Für eines der Highlights sorgte ganz unerwartet Neibe, der mit seinem Spuckerle im Klo die Lacher eindeutig auf seiner Seite hatte (auf WCA Seite übernahm Mädde die Rolle des sturzbetrunkenen und benutzte fortan das Fenster als Eingang). Die anfängliche Verwirrung mit wem es wohl da zu tun hat (“wie hoiset dia? Jude oder Weibe”) wich bald einer ausgelassenen Partystimmung, die schon bald wirklich legendäre Schlachtrufe wie “No Ma'am und der WCA – die Freundschaft”, hervorbrachte. Diese spontanen Gesänge sollten sich bewahrheiten und diese Chronik läßt sich von diesem Zeitpunkt nicht mehr ohne den WCA bestreiten.

Das weitere Jahr brachte noch ein Hallenturnier in Deggingen (Vorrunde halt) im November,  ein Dieter Thomas Kuhn Konzert in Göppingen, wo Wude, Etzel und Kehrer spontan beschlossen eine Gruppe aufzumachen und die Einweihung der No Ma'am Headquarters in Kehrers Keller, die dafür am ersten Jahrestag eine Urkunde und ein Tipp Kick Spiel bekamen (Dank den No Ma'ams Fabi). Wude verteidigte bei den Wahlen übrigens souverän den Titel des No Ma'ams des Jahres.

An Silvester gab es wieder eine diesesmal größere Party in Kehrers Keller mit dem WCA. Wie erwartet gab es einige Alkoholgeschädigte (insbesondere Thomas und Kehrer). Den Vogel schoß mal wieder die Vorstandschaft (Etzel und Alterspräsident Neibe) von No Ma'am ab, als sie Kehrer wecken wollten und dabei fast über Mama Kehrer herfielen.

Ein wie man sieht ereignisreiches No Ma'am Jahr ging zu Ende und neben den vielen positiven Dingen muß man leider auch anmerken, daß man zwei Mitglieder verlor. Nach langen aufreibenden Diskussionen wurde Wurster rausgeworfen (wobei seine Reaktion zeigte, daß dies die richtige Entscheidung war) und Sascha leider daraufhin erklärte, daß er deshalb auch nicht mehr zu uns gehören wolle, was sich jedoch Gott sei dank in einem sehr freundschaftlichen Verhältnis relativierte.